
Bis am 14.05.2006
morgens um 9.00 h ein neuerlicher Anfall unsere Hoffnung, davon gekommen
zu sein, zunichte machte.
Ulothrix zeigte wieder nach Abklingen des Anfalls eine Verstärkung
des Geruchssinns. Mein Eindruck ist, dass er durch intensives Riechen
versucht, seinen "Platz in der Welt" wieder zu finden. Nach
einem langen Schlaf treten wir unseren Nachmittagsspazier-gang an. Ulothrix
zeigt die übliche Bewegungsfreude, unterbrochen von kleinen vorbei
streichenden Berührungen an unseren Körpern. Nach ausreichender
Ansprache und Streicheln geht er vergnügt, mit einem Stock tobend,
seines Weges. Nach Stillen seines guten Appetits legt er sich zu einem
Schläfchen. So richtig kommt er aber nicht zur Ruhe. Immer wieder
läuft er hin und her, schaut bei uns vorbei, lässt sich nicht
mehr soo gerne streicheln.
Um 23.30 h kommt es zu einem neuerlichen Anfall!

15.05.2006: Die
Tierärztin verabreicht morgens die nächste Kastrationsspritze
(6 Wochen sind heute vorbei). Um 10.30 h ein neuerlicher Anfall. Ulothrix
hat starken Muskelkater, bewegt sich sehr steifbeinig. Wieder scheint
sein Geruchssinn extrem stark zu sein.
Die Wirkung der ersten Kastrationsspritze scheint gänzlich abgebaut
zu sein, so dass wir in den kommenden 24 Stunden, so lange braucht's wohl,
bis das Medikament seinen Wirkspiegel wieder erreicht, durchaus mit einem
weiteren Anfallgeschehen rechnen müssen.
Fazit: Die Tierärztin und wir haben den Eindruck, dass die Kastrationsspritze
den erwünschten Erfolg gebracht hat. Wir werden das nächste
Mal früher die neue Injektion setzen, um noch mehr Gewissheit zu
erlangen, dass das Anfallgeschehen hormonell unterdrückbar ist!

31.05.2006 - Es
kommt zu einem kleinen Anfall (Petit mal), kurzes Aufschrein, starkes
Zittern der Hinterhand, kurze Benommenheit.
04.06.2006 - Petit
mal
06.06.2006 - Petit
mal
Ich halte Rücksprache mit unserer Tierärztin.
Fazit: Die Kastrationsspritze hat das große Anfallgeschehen vermindert,
doch leider nicht Anfälle verhindert.
Wir treffen die Entscheidung am Montag, nach dem Curlywochenende, mit
der Gabe eines Anti-Epileptikums zu beginnen.

07.06.2006 - Ein
Grand mal von 2 Minuten!
Wir beginnen sofort mit der Gabe von Luminal. Ulothrix
bekommt 2 ½ Tabletten einmal täglich am Abend.
Nach 14 Tagen kann im Blut der erreichte Wirkstoffspiegel nachgewiesen
werden, mit der "Feineinstellung" des Medikamentes begonnen
werden.
Da Ulothrix durch die hohe Einstiegsdosis stark benommen ist, die "Langsamkeit
der Zeit" erlebt, braucht er zur besseren Orientierung unbedingt
sein gewohntes Umfeld - keine Reise nach Oerlinghausen!

26.06.2006 - Nach 18 Tagen Luminal hat Ulothrix einen Phenobarbitalspiegel
von 34,8 (erwünscht 20-40 ) im Blut aufgebaut!
Er schleppt sich durch den Tag, hat kaum Muskelspannung, erhebliche Schwierigkeiten
mit der Koordination.
Ein Bild des "Jammers"!

09.07.2006 - Endlich zeigt Ulothrix' Körper eine Gewöhnung
an das Phenobarbital! Er wird wieder munterer, die Spaziergänge dürfen
wieder weiter sein und sein Drang zu Aktivitäten leuchtet am Tag
wieder auf. Neuerliche Anfälle sind seit dem 07.06.2006 ausgeblieben
- große Freude!!!

15.07.2006 - Ulothrix sechste Woche unter Luminal hat begonnen
und es waren anfallsfreie Wochen.
Von Woche zu Woche wird er wieder munterer, nimmt am Leben teil. Seine
Bewegungen sind wieder häufiger schnell und flüssig, leider
macht ihm das Abstoppen aus vollem Lauf immer noch Probleme. Seine Tagesform
bestimmt unser Tun.

28.07.2006 - Wieder wurde der Phenobarbitalspiegel im Blut untersucht
- er liegt bei 24,7 - trotz gleichbleibender Dosierung.
Wir werden es weiter beobachten, abwarten ob es zu einem Anfallgeschehen
kommt oder ob sich der Spiegel nochmals verändert.
Morgen wollen wir schauen ob ein kleines Training möglich ist. Es
würde mich sehr freuen! Wir haben das Training wieder aufgenommen
und ich bin voller Hoffnungen.

19.08.2006 - Täglich darf ich mich mehr an meinem "alten/neuen"
Ullerich erfreuen :-))
Trotz fehlender Kastrationsspritze hat er das Aufeinandertreffen mit heißen
Hündinnen anfallsfrei überstanden.
Die vielen starken Gewitter der letzten Tage und eine neuerliche Exspotgabe
haben ebenfalls keine Anfälle ausgelöst.
Ich bin sehr, sehr froh und dankbar dafür. Mein Herz lacht - wenn
ich den Schalk in seinen Augen sehen darf :-)))
Möge es soooo positiv weitergehen!

17.10.2006 - Leider mußte Ulothrix vor gut 3 Wochen eine
neuerliche Kastrations-spritze bekommen. Die unendlich vielen Duftspuren
"heißer Hündinnen" waren zu viel, ein neuerlicher
Anfall zeigte sich im Vorfeld, ich habe es Gott sei Dank früh gemerkt
und mit der einmaligen Gabe von einer zusätzlichen Luminalgabe (½
Tab.) kam es zu keinem Anfall!
Wir haben uns für eine Kastration entschieden.
Der Luminalspiegel liegt im Moment bei 25,3 und es geht ihm gut.

22.10.2006 - Ulothrix mag die letzte Phase des Umzugs nicht! Trotz
vieler Spazier-gänge am Tag, weiß er im Augenblick nicht so
recht was er von der Unruhe und den vielen Kartons halten soll!
Gestern reagierte er mit einem kleinen neuerlichen Anfall.

08.11.2006 - Ulothrix hat den Umzug in das Appartement gut
gemeistert, keine Anfälle!
Die neue Umgebung gefällt uns sehr gut. Sudberg, ein Stadtteil von
Cronenberg wird bestimmt vom Miteinander von Kindern und Tieren. Pferde
und Hunde bestimmen das dörfliche Bild.

05.02.2007 - Ulothrix brauchte wieder seine Kastrationsspritze;
zu viele heiße Hündinnen - aber es kam zu keinem Anfall! Moses
Einzug hat er sehr gut gemeistert, spielt & erzieht ihn und ab und
an darf Moses auch schon dicht neben ihm liegen.

20.02.2007 - Unsere Tage sind angefüllt mit Abenteuerwegen
für Moses, die auch dem Ullerich sehr gut gefallen. Beide wachsen
zu einem guten Team und es ist wunderbar Ulothrix als "Helfer"
an meiner Seite zu wissen.


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