Der Curly Coated Retriever
Teil 3
meines persönlichen Berichtes!
Vielleicht kommt beim Lesen der Gedanke auf, Moses müßte heute mit knapp 21 Monaten bereits ein sehr gut ausgebildeter und kontinuierlich sicher arbeitender Curly sein, doch dem ist nicht so!! Anfänglich "schaffte" er nur kleine Trainingseinheiten von wenigen Minuten; heute ist Moses' Konzentrationsfähigkeit deutlich erweitert, doch noch lange nicht die eines erwachsenen Hundes. Auch die Dauer des Wartens und das Warten beim Entfernen mußte erarbeitet werden.
Hilfreich unterstützend zeigte sich hier die kosequente Haltung im Alltag. Hinzu kommen die immer wieder störend auftauchenden Entwicklungsphasen der Pubertät, die uns oft im Wege stehen, Rückwärtsschritte & Pausen verlangen. Egal, ob bei der Leinenführigkeit, der Freifolge oder dem Apportieren - Ablenkungen gibt es viele, manches Bedürfnis, vorher noch nicht von Moses gezeigt, taucht aus dem Nichts auf, stört die Arbeitsabfolge ( Fährten, Spuren von anderen Hunden, usw...) oder läßt bei ihm einen großen Wunsch nach "einem Austesten von Grenzen" aufkommen!!
Im Augenblick sind wir wohl in einer längeren Austestphase von ihm angekommen. An manchen Tagen macht er mir einen "unglücklichen Eindruck", so zwischen Rebellion und eigentlich meinem Wunsch folgen wollen. Die "Kämpfchen mit Ulothrix" nehmen ebenfalls deutlich ernsteren Charakter an; es sind keine Bubeleien mehr, eher " ich will`s wissen". Ulothrix nimmt diese Kämpfe ebenfalls deutlich ernster und energischer an! Bei all unserem Tun, ob in der Erarbeitung der Lernthemen rund um die grünen Säckchen oder dem Apportiren von Wild erfreuen wir uns der kompetenten Unterstützung und Korrektur durch Angelika Theuerkauf. Mein Wunsch nach einem anspruchsvollen Training mit kleiner Fehlerquote (durch den Hundeführer ) in einer harmonischen Stimmung wird dadurch erfüllt.Bin gespannt wie es weitergeht ........ Mit einem gemeinsamen "black-out" beim ersten Fach - Wasserarbeit der JP/R ! Dem Fach, wo ich mir nie Sorgen drum gemacht habe, also keine Wackersteine in der Tasche!!! Lange habe ich eine Analyse versucht - ich kann es mir nur damit erklären, dass Moses die auch für mich kaum sichtige Markierung ( hohes Schilf mit dunklem Hintergrund ) nicht gesehen hat. Den richtungsweisenden Schrotschuss hat er nicht als solchen erkannt, da ihm das als Möglichkeit noch völlig unbekannt war und somit nicht die ca. 60m überwand, um ins Suchengebiet zu kommen, evtl. Wind von der Ente und damit zum Apport zu kommen ! Sehr, sehr schade - ! Da uns die anwesenden Richter die Möglichkeit zur weiteren Teilnahme gaben, wir es nutzten, zeigte Moses sich als ein gut durchgearbeiteter JP/R Hund, der alle weiteren Fächer sauber arbeitete, weiß was eine Schleppe bedeutet und dass man natürlich ... wenn man auf Beute trifft, egal in welchem Fach, diese auch sofort zuträgt. Besonderen Spaß hatte ich mit ihm beim Walk up , zeigte mir Moses doch ein ruhiges Warten, eine absolut saubere Markierung und tadellose Abgabe. Drum ist es noch bedauerlicher..... doch was hilft`s, andere Prüfungen werden kommen und vielleicht....... Lassen wir das Erlernte "sacken" & festigen, die immer wieder aufkommenden pubertären Phasen vergehen und kümmern uns in der kommenden Zeit um die vielen Aufbauschritte zu einem gelungenem Einweisen. Parallel zum Dummytraining wurde Moses auch weiter im jagdlichen Training aufgebaut. Immer das Ziel im Auge, " Du hast einen Jagdhund dessen Einsatz nach dem Schuss beginnt"!! Was für mich heißt:
= Schleppenarbeit, Verlorensuche in Wald & Flur
Moses hat immer wieder seine gute Nase, seinen Finderwillen und seine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Training gezeigt. Doch dann zeigte sich mein sehr früh begonnenes Gleichgültigkeitstraining gegenüber lebenden, gesunden Wild als Hindernis
für das Bestehen einer Brauchbarkeitsprüfung, nach den Richtlinien 2009. So muss ich nochmals gründlich nachdenken über die jagdliche Ausbildung meines Moses. Wie wichtig mir seine heutige Alltagstauglichkeit in Feld & Wald von Landschaftsschutzgebieten und Naturschutzgebieten ist, dem Ablegen von Jagdprüfungen fern der eigenen praktischen Jagdausübung in meinem momentanen Leben. Wie Moses mir zeigte, hat das Gleichgültigkeitstraining nur bei den Tieren seine Wirkung, die dabei eine "Rolle" inne hatten! Katzen & Mäuse waren nicht dabei und so hatte er ratzfatz die Maus, die es sich in unserem Gartenhaus gemütlich machen wollte.
Fortsetzung folgt!
|