Der Curly Coated Retriever
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Fachkundige, langjährige Besitzer und Züchter von Curly Coated Retriever haben über die folgenden Links ihr Wissen zur Verfügung gestellt. Da ich den Besucher nicht mit einem Abschrieb langweilen möchte, verweise ich auf die entsprechenden Links:
All diese Fakten machten mich neugierig auf diesen Retrieverschlag. |
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Doch eins fehlte mir - ein persönlicher Bericht über das Zusammenleben mit einem
Nach fast 5 Jahren des Zusammenlebens mit Ulothrix will ich meinen ganz persönlichen Versuch wagen. Ich hoffe, dass es mir dabei gelungen ist, den Hund nicht durch falsche Wortwahl zu vermenschlichen. Manch ein Zeitgenosse der Hundewelt sieht den Curly Coated Retriever als einen "stinknormalen Hund". Klar ist er ein normaler Hund mit vier Beinen, sowie die anderen 5 Retrieverschläge auch - und doch, bei genauerem hinsehen wird der kundige Betrachter die zuchtspezifischen Unterschiede in Eigenschaften, Eigenarten und im jeweiligen besonderem Charme der 6 Retrieverschläge erkennen und den des Curly Coated Retriever im besonderen.
Curly Welpen sind süß! Klar, wie alle Welpen - auch wenn so mancher Betrachter
Angenehm fällt das Fehlen der überschäumenden, überfallartigen Kontaktaufnahme gegenüber fremden Menschen, Artgenossen und anderen Tieren auf. Schon der Welpe zeigt seiner Umwelt im respektvollen, abstandhaltenden "Innehalten", dem Vergewissern zum "Rudel" hin, ob ein Näherkommen erwünscht ist. Nutzt man sein früh gezeigtes Verhalten, so kann es ohne Schwierigkeiten trainiert, verstärkt werden, so dass sein Mensch die entsprechenden Entscheidungen zur Kontaktaufnahme trifft. Dieses ruhige, abwartende, betrachtende Verhalten wird er seinem Menschen immer wieder zeigen. Ebenso seine große Aufmerksamkeit und die Beobachtung seines Umfeldes! Ich erinnere mich noch gut an eine Zeit mit Ulothrix, etwa so mit 6 Monaten, als er mir alle neuen Geschehen um ihn herum durch lautes Bellen meldete. Mit ihrer unbändigen Lebensfreude, gepaart mit einem
umwerfenden Schalk / Charme lassen sie selbst den hartgesottensten,
erfahrensten Hundehalter häufig ratlos zurück. Lebt er in einer Familie, so sollte man die Bindung auch zu den anderen Familienmitgliedern bewusst fördern. Er wird freundlich zu allen Mitgliedern sein, aber es würde schwer werden, wenn er alleine mit ihnen z.B. spazieren gehen sollte. Alle Familienmitglieder können mit Ulothrix spazieren gehen, sollten dabei aber die abgesprochenen Pfeifsignale und Kommandos nutzen. Gehen wir gemeinsam, ist mein Wort für ihn das ausschlaggebende. Aber er zeigt auch ein leichtes Hütehunde-verhalten; er möchte uns gerne beisammen haben, kann nur schwer akzeptieren, wenn ein Familienmitglied plötzlich einen nicht gemeinsamen Weg einschlägt. Daraus erklärt sich für mich auch der Einsatzbereich des Curlies im Hüten von Schafsherden, was aus Australien und Neuseeland in der Literatur beschrieben wird. Gleichzeitig sollte aber auch ein frühes „Verbleib“-Training beginnen. Hier ist wieder der Zimmer-kennel ein hilfreicher Segen, da Türen öffnen, selbst bei hochgestellten Klinken, für einen Curly keine unlösbare Aufgabe darstellt. Trotz all meiner Bemühungen gehört Ulothrix wohl zu den Curlies, die auch im Erwachsenenalter nur schwerlich ohne Blickkontakt auf seinen Menschen sein mögen. Der Curly wächst sehr rasch im ersten Jahr zu seinem fast vollständigen Stockmaß (Rüde 69 cm / Hündin 64 cm) heran.
Schnell ist er körperlich dem Welpenalter der Welpengruppe entwachsen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, eine Gruppe zu suchen, in der nicht immer wieder 8 Wochen alte Welpen neu hinzukommen. Ausdrücklich möchte ich betonen, dass der Umgang mit den Jüngsten für den Curly kein Problem dastellt, doch leider mancher Mensch aus Unwissenheit über Verhaltensweisen in der Kommunikation der Artgenossen falsche Äußerungen und Tipps abgibt. Wichtig finde ich das frühe Kennenlernen mit allen Hunderassen unterschiedlichen Alters; daher bevorzuge ich gemischte Trainingsgruppen in der artgenösslichen Prägung und der Gehorsamkeitsbasisarbeit. Der Curly ist sehr klar / unverfälscht in seiner körpersprachlichen Kommunikation mit Artgenossen und Menschen.
Aus meiner Sicht ist dies ein Grund, warum er sich eine ebenso klare Kommunikation mit seinen Menschen wünscht. Temperamentvolle Gestiker treiben ihn in die „Verzweiflung“! Er möchte der Gestik folgen, aber die Vielfältigkeit verwirrt ihn und kann in motorischer Unordnung (Hochspringen, Herumrennen, usw.), starkem Fiepen oder in der Verweigerung enden. "Der Professor und sein neuer Hund"
Konsequenz: Disziplin im Einsatz der Körpersprache (Vermeidung von unklarem Extremitäten-Gewedel) und die Beachtung der richtigen Reihenfolge der Ausbildungsschritte sind in seiner Ausbildung unerlässlich. Bei seinem Menschen muss das wache Bewusstsein im Vordergrund
stehen, dass der Curly für seine geistige Entwicklung deutlich
mehr Zeit und Muße braucht als der Golden Retriever, Labrador
Retriever, oder eine andere geläufige Jagdhunderasse. Es liegt
hierbei nicht an einer Verzögerung seiner geistigen Entwicklung,
sondern es liegt in seiner geistigen Unabhängigkeit, großen
Aufmersamkeit und Wachheit gegenüber allen Begleitumständen
und Begebenheiten rund um ihn begründet.
Und doch - es gibt Tage mit für uns Menschen gleichem Umstand des Arbeitsauftrages - wo Ulothrix plötzlich innehält beim Helfer und diesen PLÖTZLICH für absolut besichtigungswürdig erachtet. Macht man sich die Müh, die vorherigen Situationen plus ihren Umständen zu analysieren, so stellt man fest, der Helfer hatte bei den vorherigen Arbeitsschritten die Schirmmütze mit dem Schild nach hinten - doch jetzt ist der Schirm vorne! "Hat das was zu bedeuten?!" fragt sich der Curly. "Hast Du es auch gesehen?", mit einem Blick zum Führer hin. Vermeidbar sind solche Situationen häufig z.B. durch einen frühzeitig gegebenen "Komm-Pfiff" - was wiederum ein gutes "Lesen" des Hundes und schnelles Timing abverlangt. Aber - selbst das gibt keine absolute Garantie!
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