Nach fast 2 Jahren Pause entschied ich mich für die Teilnahme an einem Trainingsworkingtest fast vor der Haustür ( Fahrzeit 20 Min.).
Eine wunderbare Gelegenheit um zu schauen, wo wir im Moment im Training stehen unter gleichzeitig ernsthaften Bedingungen eines Workingtestes.
Hinzu kam noch die Möglichkeit, bei Fehlern die Situation positiv für uns auflösen zu können.
Dieser wenn auch Zeit raubende Anspruch des Veranstalters wurde für alle teilnehmenden Hunde, wenn von Nöten, umgesetzt.
Wer wollte, konnte auch ohne Schuß arbeiten oder seinen Hund in den Aufgaben angeleint führen, was aber eine Minderung von 5 Punkten nach sich zog.
Also beste Vorraussetzungen für unsere Teilnahme.
60 Hunde im Anfängerniveau stellten sich am Samstag den 4 Richtern Claudia Buckmann, Irene Neuber, Walter Lickes, Arnd Griese,
die sich wiederum jeweils 2 Aufgaben ausgedacht hatten.
Moses & ich waren in der 3. Gruppe (15 Hunde) als Schlußlicht der Gruppe unterwegs und begannen bei Claudia Buckmann mit den Aufgaben 5./6.
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Claudia Buckmann:
Am Rande einer Himmbeerplantage befand sich unkultiviertes Gelände, in dem die Aufgabe stattfand.
Nach Begrüßung und Erklärung der Aufgabe ging das Team mit der Richterin einige Schritte frei bei Fuß bis zum ausgewiesenen Startpunkt.
Hier fiel aus der Plantage heraus (Werfer war kaum sichtig ) eine Markierung mit Schuß in das Gelände, ca. 30m. Nach Freigabe wurde gearbeitet. Auf dem Rückweg des Hundes kam es zu einer weiteren Markierung, die in Laufrichtung des Hundes fiel, die wiederum nach Abgabe gearbeitet werden durfte.
Danach drehte sich das Team, es fiel in ca. 30m wiederum eine Markierung mit Schuß, auf dem Rückweg des Hundes wurde ein Dummy als blind in diesen Bereich gelegt
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Irene Neuber:
Hier bot sich dem Betrachter ein etwas tiefer liegender, traumhafter Teich mit Insel, Schilf und Enten.
An der Uferseite, wo die Aufgabe stattfand, schloß sich direkt ein schmaler Weg an , rechts von dem schmalen Weg zog sich ein Hügel hoch. Am Rand des Weges war Alt - U. Jung- Buchenbestand, nochmals ein Weg. An seinem rechten Rand schloss sich eine aufsteigende Wiese mit Bäumen, vorwiegend Esskastanien an.
Als ich das Gelände und die Aufgabenstellung sah, war für mich klar, die Wasseraufgabe angeleint zu führen!!
Hatte mir Moses seine mangelnde Steadyness
am Wasser doch in den Tagen davor zu deutlich gezeigt.
Gesagt, getan, es ging einige Schritte frei bei Fuß auf die Kuppe mit Blick auf den Teich zu, die Markierung fiel und nach Freigabe ging es für den Hund runter auf den schmalen Weg und ab ins nochmals tiefergelegene Wasser.
Hier boten sich für den Hund auf dem Rückweg etliche Möglichkeiten des Schüttelns, Ablegens und so weiter,
doch Moses löste die Aufgabe flux, kam mit hohem Adrenalienspiegel bei mir an!!
Sofort schloß sich die nächste Aufgabe an:
Markierung mit Schuß - Entfernung, ca. 30-35m, nach Arbeiten der Markierung wurde an ähnlicher Stelle ein Blind ausgelegt.
Im Grunde eine schöne Aufgabe, ja wenn da nicht ein Moses wäre, der soooo gerne nochmals den Weg ins Wasser genommen hätte - fand , daß diese Aufgabe doch einer Wiederholung bedurfte!!
Sein Bedürfniss zeigte er uns gut sichtbar
! Seine ganze Ausrichtung war zum Wasser hin!!
Um ihm absolut keine Möglichkeit zu bieten, waren Frau Neuber und mir klar, wir schalten um in den Trainingsmodus; was bei einem Workingtest ohne Trainingscharakter nicht möglich gewesen wäre.
Also ging ich einige Schritte mit ihm den Hügel hoch, und sie stellte sich an die "Wasserseite". Ich endschied mich, ihn jetzt mit Voran auf die Markierung zu schicken. Eine Markierung, die weder ich noch Moses markiert hatten.
In Nähe der Markierung sah er plötzlich Helmut, der hier als Helfer eingeteilt war, dem er natürlich erst einmal signalisieren mußte " Hey, ich hab Dich "
......" ach, da war doch noch was, hab doch noch was zu tun."
Viele Spuren boten sich; anfänglich falsch plazierte Suchenpfiffe von mir
führten zu weiteren Irritationen und er wollte zurück kommen.
Doch mein Stoppfiff ließ ihn innehalten und ich gab uns etwas Zeit zur "Besinnung", ein kräftiges Back ließ ihn wieder hoch laufen und schwupp, der Dummy war erreicht, aufgenommen und zurück gebracht.
Das danach folgende Vorran auf das Blind war ohne Probleme.
Fazit: Moses muß nach unseren lustigen Wasserspielereien im Urlaub wieder neu auf Wasserarbeit und in Kombination mit Landaufgaben eingestellt werden.
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Walter Lickes:
Eine große Wiese wurde mit einem Zaun, Höhe ca. 60 cm, unterteilt und nahm die gesamte Wiesenbreite ein.
Auch hier begann die Aufgabe für das Team mit einem Walk up in Richtung Zaun; hinter dem fiel die Markierung in ca. 30m . Nach Freigabe durfte der Hund geschickt werden.
Moses spurtete los, stoppte vor dem Zaun und schaltete sofort auf Ausgangssuche um; doch erfolglos, da an den jeweiligen Zaunenden keine Möglichkeit des Durchwitschens war!!
Also nahm er sich ein Herz und sprang über den Zaun, hin zur Markierung. Sein Rückweg war ohne Zögern.
Dieser Dummy wurde jetzt von mir in entgegengesetzter Richtung ca. 30m weiter am Rande der Wiese abgelegt; es ging zurück zum wartenden Moses, an ihm vorbei, mit Richterbegleitung über den Zaun und weitere 20m die Wiese entlang.
Nach Freigabe durfte der Hund zu sich gerufen werden.
Moses erfüllte diesen Teil mit prophylaktischer Aufmunterung bei seinem Sprung über den Zaun
, hin zu mir.
Das ausgelegte Halbblind wurde von einem Helfer beschossen.
Doch da war doch noch was!! Moses war sich dessen zwar bewußt, doch wieder der Zaun?!?
Er ging schnell raus und legte doch die Bremse vor dem Zaun ein!! ein kräftiges Back, was er sofort annahm, ließ ihn wieder rüber fliegen, hin zum
Dummy, aufgenommen und flucks zurück, ohne Zögern den Zaun genommen, aber mit hohem Tempo einige Schritte an mir "ausgelaufen"!!
Fazit: Hinführung zum selbstverständlichen Umgang mit Zäunen während der "Arbeit"!!
Hoffentlich bleibt seine Zaunakzeptanz im heimischen Bereich, wenn Nachbars Katzen auf der anderen Seite weilen!!!!!
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Arnd Griese:
Der letzte Aufgabenteil des Tages und gleichzeitig auch für uns als letztes Team des WT`s, das diese Aufgabe lösen durfte.
Eine große Wiese, eingebettet zwischen Maisfeld und Gebäuden mit Randbewuchs zu dieser Seite hin.
Ausgangspunkt war etwa auf der Mitte dieser Wiese, zu den Gebäuden hin flog eine Markierung mit Geräusch, Entfernung ca. 35-40m.
Doch Stopp, erst hieß es frei Bei Fuß hin zum Ausgangspunkt der Aufgabe. Der Richter warf eine Markierung in Verlängerung des Teams etwas 10m , diese wurde vom HF geholt, auf seinem Rückweg fiel die vorab beschriebene Markierung; hatte man den Ausgangspunkt und seinen Hund erreicht, durfte er geschickt werden.
Moses lieferte eine tadellose Markierarbeit ab ( Punktlandung-Aufnahme und zurück.)
Einziger Kritikpunkt des Richters war hier unsere nicht gerade toll gezeigte Fußarbeit, Moses hatte seinen Kopf im Matsch des Tages unten.
Weiter gings zum nächsten Punkt:
Eine Markierung ohne Schuß fällt in die Nähe eines Baumes (ca. 40), auf dem Rückweg des Hundes wird dort wieder ein Dummy ausgelegt und nach nochmaliger Freigabe darf dieses blind gearbeitet werden - ist der Hund auf dem Rückweg fällt wieder, vom Richter geworfen , eine Verleitung.
Moses arbeitet die Markierung tadellos und punktgenau. Danach nahm er das Voran blitzsauber an, legte aber nach ca. 15 eine abrupte Vollbremsung ein, bevor er ausgiebig an dieser wohl interessanten Stelle (vermutete eine Pinkelstelle, die mir später auch bestätigt wurde ) riechen konnte. Er bekam von mir einen Stoppfiff und ein Back, was er tadellos annahm. Er fand das Dummy schnell - auch hier war mein Suchenpfiff sehr gut plaziert - und kam schnell zurück, wo der Richter feststellte, er sei so fasziniert gewesen von der tadellosen Ausführung meiner Hilfen, daß er vergessen hatte, die Verleitung zu werfen.
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Fazit des Trainingsworkingtest:
Moses und ich haben unsere persönlichen Ziele erreicht. Wir haben eine sehr angenehme Atmosphäre geschnuppert und erfahren dürfen, wie schön es ist, zusammen mit Helmut unterwegs zu sein.
Keine Fehler mit der Teilnahme konditioniert und die Erfahrung gemeistert, trotz langer Wartezeiten und den daraus resultierenden Ruhepausen im Auto immer wieder die Motivation und Konzentration bei den Aufgaben zu erlangen und zu erhalten.
Es war so schön, mit Helmut, der als fleißiger Helfer dabei war, auf diesem WT gewesen zu sein
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