Weit vor den Toren der Stadt Herning liegt das neugestaltete Messegelände, eingebetet in landwirtschaftliches Grün; verkehrstechnisch perfekt angebunden, mit viel Platz für Aussteller & Händler. Die Organisatoren überzeugten mich durch ein gut ausgeklügeltes Park – Hallen – Anbindungssystem, kurze Wege, unkomplizierte Einlasskontrollen an mehreren Eingängen. Die Hallen präsentierten sich spartanisch, doch luftig, viel Raum für Aussteller am und um die in Teppichboden rot ausgelegten Showringen. Am Donnerstag stellten sich 39 Curlies dem Richterurteil von Bertil Lundgrin aus Schweden. Schön ist es für den Curly- Begeisterten, eine Vielzahl der Locken zu sehen, gegebenenfalls sich mit ihren Besitzern auszutauschen. Greta & Helge Opdahl erkannten Moses & mich ohne Schwierigkeiten, dank Moses großer Ähnlichkeit mit seiner Mutter Froya. Froya wurde an dem Tag nicht ausgestellt, da sie im Fellwechsel war. Wir verabredeten uns für Sonntag außerhalb des Showrings.

Ernüchternd ist es, keine schriftliche Richterbeurteilung zu erhalten, die Qualifizierung durch entsprechend vergebene schmale Farbbändchen zu durchschauen; ein deutlicher Fortschritt zu anderen Besuchen von Welthundeausstellungen war die Urkundenvergabe mit der Qualifizierung. Mein Resümee dieses Tages: es war für mich eine große Freude, manch eine Locke in Natura zu sehen, mit machen Besitzern gesprochen zu haben und natürlich auch Moses Ergebnis, leider noch immer im Fellwechsel – ein 4. Platz in der offenen Klasse
(ein Fehler der Datenübermittlung hatte uns in diese Klasse gebracht ).
Berichten kann man ferner, dass an diesem Tag der Welthundeausstellung ein schwerer Curly Rüden Typ vom Richter favorisiert wurde; vor allem wenn man das momentane Alter der jeweiligen Hunde berücksichtigt, im Gegensatz dazu standen die grazilen Hündinnen
Samstag begleitete ich Ute und Mathilda, Gruppe 7 wurde an diesem Tag gerichtet!
Wir hatten uns für den bereits am Donnerstag genutzten Parkplatz entschieden, der sich leider für Mathildas Ring als recht weit erwies, was kein Problem war, gingen wir doch außerhalb der Hallen, wiederum viel Raum um uns, nebst eiskaltem Wind unter verhangenem Wolkenhimmel. Unser Weg führte uns auf ein großes Freigelände , wo Ring an Ring lag. Ausstellerzelte, fröstelnde Menschen prägten das Bild. Decken, die auf Kennel als Sichtschutz lagen, fanden sich auf kalten Schultern wieder und der ein oder andere suchte endlich die Shopping Hallen auf, um sein Outfit den Tagestemperaturen schützend anzupassen.
Pünktlich begann das Richten und für mich tat sich die Welt von Bracco italiano und später dann Spinone italiano auf.
Ich durfte einen wunderbar lehrreichen Tag erleben, ein kynologisches Seminar feinster Art unter absolut fachkundiger Begleitung, getragen von Humor und einer Freizügigkeit vorhandenen Wissens von Casper Knippenborg. Es war eine tolle Sache, so viel kynologischen Sachverstand erleben zu dürfen. Den jeweiligen Rasse-spezifischen Körperbau, Fell, Gangwerk, Ausdruck und nicht zuletzt seine Wesenart, die jeder Hund individuell und doch Rasse-spezifisch im und außerhalb des Showrings präsentiert.
Der Blick vom Rand des Ringes ermöglichte ebenso den direkten Vergleich in der Teampräsentation; der Aufstellung des Hundes – dem gemeinsamen Lauf, das Gesamtbild.
Finden gemeinsame Freude eine dynamische und doch gelassene Umsetzung des gemeinsamen Tuns ihren Weg in den Ring, ja dann kann die Siegerschleife sicher sein!!-
Schade, dass die Richterin bei der Bewertung der Bracco italiano so ganz andere Bewertungskriterien wählte, die sich für uns Außenstehenden leider selten erschlossen.
Wieder einmal zeigte sich für mich die Welthundeausstellung im erlebten Richterurteil mit großer Eigendynamik.
Für mich Dank der netten Gesellschaft am Ring ein sehr schöner Tag und für Mathilda mit Ute ein erfolgreicher, belegte Mathilda in der Jugendklasse den 2. Platz.
Das war für uns die Welthundeausstellung 2010 – danach ging es auf geradem Wege ins Ferienhaus in die kurzen Hosen und ab an den Strand.


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