DRC - LG West

Work & Show / Schloss Wissen

2009

Am Samstag der Auftrieb von über 260 Hunden & Menschen in traumhafter Kulisse und tollem Gelände.
Ich staune jetzt noch, beim Rückblick, wie friedfertig und zügig doch der "Einfall ins Gelände" war, jeder seinen Platz fand und die erste Nervosität sofort mit der ersten Aufgabe WASSER genommen wurde.

Das Zuckerle für die Schnupperer war " Du entscheidest, ob mit Leine oder unangeleint gearbeitet wird"
Hm.......Moses ließ deutlichen Tatendrang verspüren, meine Nerven leicht gereizt von dem Nümmerchen 02 ergaben die = an Leinen, einen Einspringer gleich am Anfang...NÖÖÖ
Gesagt getan!!!

1.Aufgabe:

Doch was macht der Jörg Brach, er sagt "o.k. doch die Leine kommt erst beim Apport ins Spiel; Fußarbeit möchte ich ohne Leine sehen"
Das hieß also: eine kleine Strecke durch den Wald, auf einen parallel zum Fuß verlaufenden Fahrradweg ( dort lag zum Überfluß, als späterer Rettungsschwimmer der Truman ) , an ihm vorbei bis hin zu einem zum Fluß hin abfallenden Einstieg runter an die Wasserkante.
Da stand man dann, links fiel eine Wassermarkierung mit Schuss!
Nach rascher Freigabe durch den Richter wurde der Hund geschickt, da dank der schnellen Wasserströmung der Dummy flux an mir vorbei schwamm.....
Moses, noch unerfahren mit Fließgewässer, schwamm erst mal tatkräftig gegen die Strömung zur Fallstelle, wollte dann weiter zum anderen Ufer...hier bekam er von mir einen Pfiff und er wendete sich unserer Uferseite wieder zu und schwamm dem Dummy nach; auf dem Rückweg stieg er dann nach einigen Gegenstromzügen aus, kam am Truman vorbei zurück zu unserem Startpunkt ( kein Schüttler auf dem ganzen Weg ), legte eine saubere Abgabe hin, geschafft
Jörg gab sogleich Feedback
Sehr gut gefallen hat ihm Moses Ruhe am Wasser beim Warten ( "die Leine hätte er wohl nicht gebraucht ) !!!! Darum bist Du dadurch schon im niedrigeren Beurteilungsbereich.
Dass er erst zur Fallstelle geschwommen ist, zeigt seine Unerfahrenheit, kein Problem..., er hat Deine Hilfen sehr schön angenommen, sehr schön getragen und ausgegeben.....
ABER, die Fußarbeit ist deutlich zu verbessern!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Darum gebe ich Euch ein hohes befriedigend - doch was heißt das?

Egal, Moses hatte keine Möglichkeit, einzuspringen und das war mir im Augenblick das Wichtigste.

2. Aufgabe:

( jetzt war meine Entscheidung, ohne Leine zu führen ) verlangte von allen Beteiligten im Vorfeld viel Wartegeduld...
aber dann.....
Bei Rainer Scesny, der sich eine nette Aufgabe im Wald ausgedacht hatte:
Frei bei Fuß - Folge mit Richter in den Wald, dann fällt eine Markierung mit Schuß...nach Freigabe schicken, auf dem Rückweg fällt ein Schuss, abgegeben durch den Richter links in den Wald!
nach Abgabe des Dummys ging man einige Schritte gemeinsam in Richtung Totholzbusch, in dem sich Dummys befanden und der Hund durfte zur kleinen/ engen Suche geschickt werden.

Erledigung der Aufgabe durch Moses ohne Tadel, Dein Hund ist sehr schön bei Fuß gegangen.

3. Aufgabe bei Heike Reichelt:

Hier hieß es wieder Frei Beifuß an einem Maisschlag vorbei auf den Helfer zu;
im Abstand von ca. 2 Schritten fiel der Schuss und der Helfer ließ ohne Flugbahn den Dummy ins hohe Gras fallen. Kehrtwendung mit Hund und Richterin hin zum Startpunkt; auf halbem Wege Absetzen des Hundes, HF & Richterin gehen zur Startlinie....nach Freigabe wird der Hund herangerufen und dann zum Apport geschickt.
Moses hat alles richtig gemacht und wir bekamen noch ein sehr schönes Lob für gutes Handling & Fußarbeit und Gespür für den Hund mit auf den Weg



Somit ging es beschwingt zur Aufgabe 4, von der ich schon so manch erschreckenden Bericht vernommen hatte, wo ein Flitsche - Dummy sein Ungemach trieb.

Birgit Muhr, die sich diese Aufgabe ausgedacht hatte, erwartete uns und erfuhr von mir "wir machen das angeleint"!!!!
Hm, wirklich????
Der Tag war so toll für uns gelaufen und ich wollte ihn auch weiterhin so belassen.
Gesagt, getan!
Am Startpunkt angekommen, erwartete uns ein sehr harmloser Dummy-Flitsch mit Schuss unterlegt, dann umdrehen...einige Schritte in die Gegenrichtung, Hund ableinen und nochmals weiter in den Wald, dann umdrehen und den Hund zum Apport schicken.
Eine vorzügliche Arbeit, ja wenn die Leine nicht gewesen wäre, die Moses nicht gebraucht hätte!!!!!!!!!!!!!



Resümee für Moses & mich:
Moses hat seinen Part sehr, sehr gut gemacht.
Die Risikobereitschaft auf meiner Seite muss deutlich größer werden, was ich versuchen will zu beherzigen, bestärkt durch die Aussagen der Richter.
Ungemein gut hat mir Moses Begleitung bei diesem ersten großen Event gefallen, waren doch die Teams mit unterschiedlichen Aufgaben anfänglich sehr dicht bei einander, so dass die Schusskulisse vielfältig daher kam, Spaßvögel im Kanu, viele viele Menschen - groß wie klein; trotzdem hat ihm dies überhaupt keine Probleme bereitet, was mir seine Nervenstärke für solche Events deutlich zeigte.

Gute Fußarbeit ist wichtig, sowohl in der Schnupperklasse und wohl auch noch in der A ein absolutes MUSS; wir wissen das, bekommen es immer wieder zu hören und doch vernachlässigen wir deise Übung streckenweise sehr gerne im Alltag.

Resümee des Work - Tages: es war einfach nur schön aus unserer Sicht!
Die Organisation lief super, die Richter der Schnupperklasse waren unermüdlich, auch noch beim 84 Hund gleichbleibend gelassen, erklärungs - und beurteilungsbereit, was ich für eine enorme Leistung halte, da jeder, wirklich jeder Teilnehmer vor dem Start nochmals die Aufgabe erklärt bekam sowie danach ein persönliches Feedback, gespickt mit Tipps.

Und dann die vielen Helfer:

Habt Dank für diesen Tag, der seine Länge hatte, die sich aus der niedrigen Startnummer ergab und den vielen , vielen, vielen Teilnehmern.
Aber auch den super gut arbeitenden Hunden, denn in den Abendstunden galt es nochmals, 3 Stechen in A ( 2 Hunde ) , F ( 3 Hunde ) & O ( 2 Hunde ) zu gestalten, zu arbeiten und zu beurteilen.
Helfer, die es schafften, auch dann nochmals punktgenau zu werfen, sie haben meine Hochachtung .
Wunderbar für die Zuschauer, die endlich Zeit & Muse hatten, in offener Kulisse die Leistungen mit zu verfolgen, endlich einen Applaus zu geben.
Hunde zu sehen, die ja eigentlich schon den Tag abgeschlossen hatten, vom Ruhelager ohne große Einstimmung wieder ihre Fitness unter Beweis stellten, das war schon KLASSE von Euch, ihr behaarten Freunde.
Glücklich landeten Moses & ich um 21.30h, gingen um 22.30 schlafen, um dann um 4:00h wieder neu sich auf den Weg zu machen......


Der Show Tag begann für Moses & mich wie gesagt sehr, sehr früh 6:30 im Schlossinnenhof als Helfer.
Draußen auf der großen Wiese , wo am Vorabend noch das Stechen lief, waren wie von Zauberhand Showringe entstanden!!
Moses, der um 5:00 sein Schlaflager sehr unwillig ins Auto verlegte, durfte dem Vergnügen weiter frönen, derweil ich Startnummern & Tütchen in Kuverts verpackte, unsichtbare Helfer ließen derweil Richterzelte aus dem Boden wachsen, Bänke & Tische fanden ihren Weg dorthin und was sonst noch so einen Ring ausmacht!!
Auf jeden Fall wieder viele hilfreiche Hände, rasch auch schon schlaflose Showteilnehmer, Frühaufsteher, die gerne schon ihre Startnummern haben wollten, welcher Ring und wie und was zu fragen hatten und auf klärende Antworten ungeduldig warteten!!!!!!
Dadurch verzögerte sich bei uns, die wir unerfahrene Helfer waren, die Vorbereitung zur Anmeldung... musste doch so mancher Teilnehmer auch noch an die Entrichtung seines Startgeldes erinnert werden, manche Diskussion dabei den Ablauf zum Stocken brachte !!
Moses musste zwischendurch geweckt und an den Ring gebracht werden, in die vertrauensvollen Hände von Ute, Imke & Anne


Dann hieß es für mich hin zu Ring 3 - Herrn Pedersen, DK, der sich den Flats, aber auch den Golden Jüngsten und Ältesten widmete.
Am Tisch & im Ring, außer dem Richter und einer fitten Sonderleiterin, absolute Erstlingshelfer.
Doch wir wurden aus meiner Sicht ein wirklich gutes Team ( lernwillig, lernfähig ) , holten die verzögerte Startzeit im Laufe des Vormittags spielend ein, Dank eines sehr souveränen Richters, unterstützt von den Teilnehmern, die sich vorbildlich im Vorfeld aufhielten, in Windeseile ihre Hunde wechselten und auch oft ein hilfreiches Wort für mich hatten.
Danke dafür!

Resümee, ich kann`s halt nicht lassen ... so mal von der anderen Seite aus:
ich habe mir ehrlich nie große Gedanken gemacht über die große Organisation einer Show und deren Ablauf, die vielen benötigten Helfer und was auch diese hier an Wissen haben sollten, um einen reibungslosen Ablauf zu sichern, die Einhaltung der Richtlinien um erworbenes zu waren, Richtlinien von DRC- VDH im Kopf haben zu müssen!!
TOLL und nochmals Danke an ANNE, die bei uns für die Ordnungsmäßigkeit gesorgt hat.
Staunend habe ich das Bild der doch verschiedenen Hunde, was besonders im gemeinsamen Standbild sich zeigte, und natürlich im Laufen, so manches Gangwerk zeigte sich da in Momenten der Vollkommenheit.


Klar wurde mir auch wieder, wie wichtig & hilfreich es doch ist, den Hund auf einer Show gut vorzubereiten, im Stehen & Laufen, aber auch in der Wartezeit im Ring, ihn auf den Punkt wieder gut präsentieren zu können; unterstützt vom gut getrimmten/ gepflegten Ausgangsbild.... was sich wieder im gesamten Gruppenbild , in aller Deutlichkeit für den Richter zeigt.


Gut zum Tragen kam die hervorragende Kondition der Teilnehmer vom Vortag, ob Hund, ob Mensch
Ich sag Danke für diesen Teil des Tages, mal auf der anderen Seite.

weitere Bilder - hier


 

 

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