An meinen "Lehrprinzen" und jagdlichen Wegbegleiter Günther Weber

Suchend streift er durch die Flur,
nichts entgeht der feinen Nase, selbst die allerkleinste Spur
wittert er im hohen Grase;
wie gewandt, wie klug und fein
weiß er alles auszuspäh'n!
Seiner Arbeit zuzuseh'n ist schon Götterlust alleine.

(Bunsen, "Arbeit eines Vorstehhundes")


Du hast mich in das jagdliche Leben begleitet, mir Waidgerechtigkeit vermittelt, die man in keinem Lehrbuch findet.

Hege und Pflege sind keine Fremdwörter in Deinem jagdlichen Sprachgebrauch.

Mein anfängliches Unbehangen gegenüber Waffen jeglicher Größe wusstest Du durch fachkundige Handhabung und Schießpraxis mit der Zeit zu relativieren, meine wenig ausgeprägte Kanzelbaubegeisterung, die Vorliebe für wenig hohe Leitersitze zu tolerieren und meine vor Sonnenaufgang fehlende Ansitzbegeisterung oder ein "Schläfchen" auf dem Sitz zu akzeptieren.

Doch Erstaunen packte Dich, wenn ich im Morgengrauen pünktlich für anstehende Reviergänge oder Jagden mit unseren jeweiligen Hunden vor Dir stand.

Aber auch hier musstest Du so manch bittere Pille schlucken, vor allem, wenn meine Wahl mal wieder auf einen Jagdhundeexoten fiel. So manch hitzige Diskussion über Ausbildung und Führung haben uns im Revier gehalten – doch dank unserer Passion und dem begleitenden Humor hat die Freude am Tun mit unseren Hunden immer gesiegt.

Dafür möchte ich Dir ganz herzlich Danke sagen, begleitet von dem Wunsch, dass wir weitere schöne Reviergänge mit den Hunden erleben dürfen.

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